Berufstätigen Frauen die Hausarbeit zu erleichtern, stand hinter einer bis ins kleinste Detail durchdachten Arbeit der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky. Die dann auch aktive Kommunistin war die erste Architektin Österreichs, engagiert im Sozialbau und im Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Daher gibt es den zusätzlichen Anlass „Gedenkjahr 1945–2005“, an sie zum Weltfrauentag am 8. März zu erinnern.
Die 1897 in Wien geborene Margarete Lihotzky war die erste Frau, die in Österreich Architektur studierte (1915 bis 1919). „1916 konnte sich niemand vorstellen, dass man eine Frau damit beauftragen wird, ein Haus zu bauen – nicht einmal ich selbst“, erinnerte sie sich anlässlich ihres 100. Geburtstages 1997.
Schütte-Lihotzky erhielt viele Auszeichnungen, eine der ersten 1920 für eine Schrebergartenanlage. Sie arbeiteteu. a. mit Adolf Loos, mit dem sie auch eng befreundet war. Von 1941 bis 1945 war sie, die aktiv im kommunistischen Widerstand war, in NS-Gefängnissen und entkam nur durch Zufall dem Tod. Das offizielle Österreich ehrte sie spät, etwa mit dem Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1988. Sie starb am 18. Jänner 2000. Ihre Bauten mit lebensgerechter und funktionaler Architektur stehen in Wien, Praunheim, Frankfurt, China, Sofia ...
Wie heißt der Prototyp für 10.000 funktionelle und bis ins letzte Detail ausgetüftelte Siedlungswohnungen in Frankfurt: a) Frankfurter Küche, b) Frankfurter Bau oder c) Frankfurter Gemütlichkeit?
Schicken Sie die Lösung bis 11. März 2005 an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Frauen-Bücher.
Beim Rätsel Nr. 7 (Steiermark) haben gewonnen: Marianne Zehetner, Schlierbach; Christine Zeintlhofer, Linz; Christine Poltschak, Linz.