Ein paar Tage bevor ich „Wenn Träume fliegen lernen”, die Geschichte über J. M. Barrie und seine Inspiration zu Peter Pan, im Kino sah, kaufte ich „The Beekeeper”, den neuen Longplayer von Tori Amos.
Während die rührseligen Bilder vor meinen Augen abgespielt wurden, lieferte Tori Amos in meinem Kopf mit ihren neuen Songs den Soundtrack zum Film. Mit ihrem mittlerweile achten Studioalbum, schuf die Amerikanerin das bisher entspannteste Werk ihrer Karriere. Schon der Vorgänger „Scarlet’s Walk” deutete Großes an. Doch im Gegensatz zu früheren Werken, wo die Piano spielende Sängerin manchmal mit ihrer Stimme abhob und dann der schrille, ja fast hysterische Gesang die schönen Songs abschoss, wurde Amos jetzt ihrer Stimme Frau und die Töne verlieren sich nicht mehr im Orbit, sondern bleiben angenehm geerdet.
Mit „The Beekeeper” erbaut Tori Amos den wunderschönen Märchengarten unserer Kindheit, in dem alles in saftiges Grün getaucht ist und Blumen in den sattesten Farben blühen.Nimmerland erstrahlt in einem prächtigen Licht. Und plötzlich ist es (wieder) ein Leichtes an Elfen zu glauben.