Mohammed Daud, stellvertretender Innenminister von Afghanistan, war Gast beim „Fest der Gefühle“ des afghanischen Projektes „Solidarität gegen den Krieg“ (SGK) im Oberbank Forum in Linz. Er lobte, sogar auf Deutsch: „In Linz beginnt’s“.
In diesem Fall begann es irgendwo in Tadschikistan im Jahr 2002. Die international engagierten Helfer – der Linzer Unternehmer, Otto Hirsch, und der Caritasmann aus Kärnten, Peter Quendler – brachen von dort nach Afghanistan auf. Die Nordallianz hatte eben mit den USA das Taliban-Regime gestürzt. Einer ihrer harten Generäle hieß Mohammed Daud.
Heute ist er eingebunden in die Politik Afghanistans. Dazu gehört, dass jetzt wieder alle Kinder die Schule besuchen. Zur Taliban-Zeit waren es nur wenige Buben. Frauen haben nun Anteil am öffentlichen Leben.
Das auch von Kirchenzeitungs-Spender/innen unterstützte Projekt SGK (Kindergarten, Schule, Textilfabrik mit 40 Frauenarbeitsplätzen, Sozialstation, Internetcafé) ist gelebte Solidarität. Wer weiß, welchen Anteil diese Solidarität an einer schönen Geste Dauds hatte, der den Schreiber dieser Zeilen mit „Grüß Gott“ begrüßte. Ernst Gansinger