Anfang und EndeAm 12. März 1938 begann mit dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich, woraus unser Land erst mehr als sieben Jahre später – in den ersten Maitagen 1945 – befreit wurde. Diese Befreiung ist einer der wichtigsten Anlässe für die heurigen Gedenkfeiern. Dabei müssen wir uns auch des Beginns der Tragödie erinnern:
Die einmarschierenden deutschen Truppen stießen auf keinen Widerstand. Viele Menschen jubelten ihnen zu. Dem „Anschluss“ gingen erfolglose Abwehrversuche von Bundeskanzler Schuschnigg voraus. Er unterschrieb im Februar 1938 ein Abkommen mit Hitler, das prominente Nationalsozialisten in Regierungsämter brachte (Seyss-Inquart wurde Innen- und Sicherheitsminister). Eine Amnestie für politische Delikte wurde erlassen, die Nationalsozialisten erhielten legitimen Status. Schuschnigg wollte Zeit gewinnen und hoffte vergeblich auf die Unterstützung Frankreichs, Großbritanniens und Italiens. Ein letzter Versuch, Österreich als unabhängigen Staat zu erhalten, war die von ihm am 9. März für den 13. März 1938 bekanntgegebene Volksabstimmung. Hitler kam dem mit dem Einmarsch zuvor. Am 10. April 1938 ließ Hitler über den bereits vollzogenen Anschluss mit ungeheurem propagandistischen Aufwand abstimmen. 99,73 Prozent stimmten mit Ja. Für diese hohe Zustimmung sorgte auch der psychische Druck, dem die Bürger ausgesetzt waren. Gleich nach dem Einmarsch begann die erste große Verhaftungswelle. Schon am 1. April ging der erste Transport von 150 Österreichern, vor allem prominenten NS-Gegnern, ins KZ Dachau. Wie hieß der schon am 13. März 1938 verhaftete Landeshauptmann von Oberösterreich, der nach dem Krieg von 1945 bis 1971 wieder oö. Landeshauptmann war?Schicken Sie die Lösung bis 18. März 2005 an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei zeitgeschichtliche Bücher.
Den Blumenstrauß, den es beim Rätsel Nr. 8 (Erkältung) zu gewinnen gab, bekommt Martina Hangl, Meggenhofen.