Harald ist 19 Jahre alt und maturiert heuer an einer Höheren Technischen Lehranstalt (HTL). Ein Prüfungsfach: Religion, aus Interesse.
Gleich vorweg: Die Religionsmatura ist nicht geschenkt. Wissen und Lernen sind notwendig, Lernstoff gibt es genug. Denn die Religionsmatura ist keine Glaubens-, sondern eine Wissensprüfung. Und es gehört zum Schulalltag, dass man in Religion maturiert, die Anzahl der Maturanten hängt von Schultyp und Lehrer ab, bleibt aber gleich. In HTLs sind es weniger, in Gymnasien eher mehr, die sich für Religion als Maturafach entscheiden. Hauptmotivation ist Interesse, nicht unbedingt an der Kirche, aber an den Problemen, die in Religion besprochen werden – Glaube, Liebe, Tod. Und die Prüfungen sind spannend, fast mehr Gespräch, so Anton Planitzer, Religionslehrer an einer HTL.
Fächerübergreifend
Immer öfter kommt es dabei zu fächerübergreifenden Prüfungen. Religion kann mit vielen Fächern kombiniert werden. Ein Trend: „Die Matura wird immer mehr Präsentation und ist weniger Prüfung“, so Mag. Ute Huemer, Fachinspektorin für Religion (AHS). Das Spezialgebiet ist fast schon ein Vortrag, manchmal mit einer umfangreichen Fachbereichsarbeit ergänzt. Die Religionsprüfung unterscheidet sich kaum von Prüfungen in anderen „Nebenfächern“. Egal ob Geschichte oder Philosophie: Bei der Matura wird versucht das Beste zu geben – von Schülern und Lehrern. Es dominieren daher gute Noten. Und die Angst vor der Matura hat abgenommen.
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