Frauentag und die Frauenmesse in Linz („Alles, was Frauen weiterbringt“) haben stattgefunden. Haben sie auch Spuren hinterlassen?
Blättert man die großen österreichischen Tageszeitungen durch, ist von Spuren wenig zu bemerken. Auf einer Titelseite ist das Bild einer Schönheitskönigin, dann findet sich kaum mehr Frau in besagter Zeitung, ja doch auf Seite 7, wie gewohnt ...
Vielleicht gibt es aber doch Spuren, Spuren in der öffentlichen Meinung! Woran erinnern wir uns? Was bringt Frauen weiter? Was haben die öffentlichen Anlässe weitergebracht? ... Wir stellen fest, die Aufmerksamkeitstage kommen und gehen – spurlos.
Ist nicht alles ziemlich domestiziert, ziemlich ohne Anspruch, etwas zu (ver)ändern? Die Meinungsforscherin Dr. Karmasin schlug vor, bewusste Konsumentinnen, und wohl auch Konsumenten, könnten ihr Einkaufsverhalten davon abhängig machen, ob hinter einem Produkt ein Unternehmen steht, in dem Frauen Anteil an den Entscheidungen haben. Das wäre auch ein Tipp fürs Wahlverhalten. So lange die Konsumentinnen und Wählerinnen diese Karte nicht einsetzen, wird alles, was Frauen weiterbringt, nicht viel sein.