Am 28. März 2005 wird Konsistorialrat Georg Korntner, Pfarrer in Ruhe, wohnhaft in Lohnsburg, 92 Jahre alt. 1913 in Wendling geboren, empfing er 1939 die Priesterweihe. Von 1949 bis 1961 war Korntner Generalpräfekt am Bischöflichen Seminar Kollegium Petrinum in Linz. Anschließend war er bis 1980 Pfarrer in Bad Wimsbach-Neydharting. Seinen Ruhestand verbringt er in Lohnsburg am Kobernaußerwald.
Gestorben
KonsR Franz Kropfreiter, Pfarrer i. R. von St. Roman bei Schärding, zuletzt Seelsorger im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz, ist am Mittwoch, dem 16. März 2005 in Linz gestorben. Er wurde am 12. März 1916 in Hargelsberg geboren. Nach Absolvierung des Realgymnasiums in Steyr Eintritt in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in St. Andrä, das er aber aus gesundheitlichen Gründen verlässt, um im Jahr 1937 in das Priesterseminar in Linz einzutreten. Seit Juli 1939 war er im Wehrdienst in Mähren, Pommern, Frankreich und schließlich Italien, wo er im Sommer 1945 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft entlassen wurde. Am 29. Juni 1946 wurde er in Linz zum Priester geweiht. Pfarrer Kropfreiter begann seine priesterliche Tätigkeit als Vicarius substitutus in Saxen. Seine Kooperatorenposten waren Hörsching, Bad Goisern, Sierning und St. Marien. Kurze Zeit war er auch Provisor in Wolfern. Von 1. Oktober 1956 bis 31. August 1988 war er Pfarrer in St. Roman bei Schärding. In seinem Ruhestand wirkte er noch als Seelsorger im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz. Die letzte Zeit verbrachte er im Alten- und Pflegeheim „Rudigier“ der Kreuzschwestern in Linz.
Das Begräbnis von Pfarrer Kropfreiter ist am Dienstag, dem 29. März 2005, um 11 Uhr in St. Roman bei Schärding.
Auszeichnung
Küberl: Katholische Kirche braucht Horizonterweiterung
Die Katholisch Theologische Privatuniversität Linz (KTU) hat Caritaspräsident Franz Küberl mit der Ehrendoktor-würde ausgezeichnet.
„Es braucht eine Horizonterweiterung der katholischen Kirche, damit sie ihre Weltverantwortung besser wahrnehmen kann“, betonte Caritaspräsident Franz Küberl in seiner Dankansprache. Weil die Kirche weltumspannend organisiert sei, könne sie viel für die Bekämpfung der Armut tun und Initiativen für den dringend notwendigen Dialog mit dem Islam setzen. Die Kirche solle nicht nur auf sich selbst schauen, sondern auf die Nöte der Menschheit, so Küberl: „Nicht Löschmaßnahmen zur Ausdämpfung des Heiligen Geistes soll die Kirche setzen, sondern Initiativen zur Entfachung des Gottes Geistes.“
„Die Caritas ist zu einem Aushängeschild der Kirche in Österreich geworden. Und dazu hat auch Präsident Franz Küberl beigetragen“, würdigte Bischof Maximilian Aichern den Ehrendoktor und charakterisierte ihn als einen Menschen der beständigen Tat. Das mache sein Wirken so glaubwürdig. „Er ist ein markanter Christ und für viele Menschen Motor des christlichen Einsatzes.“ In der Laudatio wies der Pastoraltheologe Univ.-Prof. Dr. Peter Hofer auf das Phänomen der weltweiten Armut hin. Rund 1,2 Milliarden Menschen – von insgesamt 6 Milliarden – haben pro Tag weniger als einen Dollar zur Verfügung. Unweigerlich bleiben sie in der Elendsfalle gefangen.
„Armut heißt chancenlos sein“, erklärte Hofer und zitierte den Arzt und Theologen Albert Schweitzer: „Wer von der globalen Armut wegschaut, muss von der Schlafkrankheit der Seele befallen sein.“ Hofer bezeichnete Küberl als Weltverbesserer im besten Sinne des Wortes: ohne fromme Penetranz und ohne Besserwisserei. Wer besorgt ist, müsse besonders sachlich, wer zornig ist, müsse besonders vorsichtig sein. „Küberl ist ein Hungerleider nach Gerechtigkeit“, so Hofer. Auch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer stellte sich als Gratulant beim Caritas-Präsidenten ein. „Küberl bekommt sein Doktorat nicht ehrenhalber, sondern der Taten halber“, meinte Pühringer schmunzelnd. Josef Wallner
Dank
Ehrung für Gründer: Vor fast 30 Jahren gründete der Kamillianerpater Dr. Anton Gots das Behindertendorf in Altenhof. Die Marktgemeinde Gaspoltshofen zeichnete den 70-jährigen Kamilianer Priester nun mit der goldenen Ehrennadel aus. Seit einigen Jahren arbeitet Gots in Osteuropa als Gründer: In Ostungarn gründete er ein Kamilianerkloster und baute ein Reha-Zentrum auf. Der Osterbasar in Molln hilft schwer kranken Kindern in Weißrussland. Das Bildungswerk, die Frauen- und Männerbewegung veranstalteten am Palmsonntag erstmals einen Osterbasar (Bild unten). Verkauft wurden verschiedene Basteleien, Osterkerzen, Ostereier, Backwaren sowie Palmbuschen. Der Verkaufserlös von E 639,– wird der Caritas-Auslandshilfe OÖ zur Unterstützung der Selbsthilfegruppe „Kinder in Armut“ in Witebsk zur Verfügung gestellt. Damit sollen teure Medikamente finanziert werden.