Die Idee war toll: im Fernsehen zur besten Sendezeit einen Bibelquiz zu veranstalten. Und dass das ZDF mit Thomas Gottschalk seinen Superstar in die Arena schickte, zeigte, dass die Bibel-Show am Gründonnerstag keine religiöse Feigenblatt-Sendung für die Karwoche war.
Doch die Durchführung blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Quiz-Fragen erinnerten an einen langweiligen Test im Religionsunterricht. Warum kennt Gottschalk nicht die Spiele-CD des Bibelwerks der Diözese Linz? Dort hätte er eine Menge kreativer Anregungen gefunden: von der „Biblionen-Show“ bis zu „Bibel-click“, und die Ziege Etzi hätte auch noch für manche Erkenntnis und Schmunzeln zugleich gesorgt. Erfrischend war die Einbeziehung der Zuschauer: Über Internet und Telefon konnte man sich vom Ratefieber anstecken lassen.
Dass aus den Rateteams des Studiopublikums eine Ministrantin, ein evangelischer Pfarrer und eine Bardame gewannen, gehört zu den gelungenen – ungeplanten – Gags der Sendung. Wenn die erste Bibel-Show auch Längen und manche Bibel-Witze einen Bart hatten, auf eine Fortsetzung sollte das ZDF nicht verzichten.