In vielen Schulen ist es bereits Tradition: Fast jedes Jahr – etwa um diese Zeit – wird ein Stück aufgeführt.
Bereits seit 25 Jahren gibt es etwa die Bühnenspielgruppe des Stifter Gymnasiums in Linz – betreut vom Deutsch- und Geschichtelehrer Mag. Peter Kienesberger. „Angefangen hat es mit einem Hirtenspiel 1980, mittlerweile sind bereits mehr als ein Dutzend Berufsschauspieler aus unserer Schultheatergruppe hervorgegangen.“ Und es ist ein hervorragender Unterricht: „Man lernt ein Stück wirklich in- und auswendig kennen“, Mathias Kaineder weiß, wovon er spricht, hat er doch heuer als Hauptdarsteller in „Der eingebildete Kranke“ von Moliere genug auswendig zu lernen.
Aufgaben für alle
Seit Schulanfang wird geprobt. Bevor der Maturastress, die Schüler der Abschlussklasse erwischt, muss aufgeführt werden. Denn die Darsteller kommen aus allen Schulstufen. Aber nicht nur Schauspieler sind gefragt: Bühnenbild und Beleuchtung, Maske und Pausenbuffet. Insgesamt arbeiten 40 Schüler dafür, dass bei den Aufführungen alles klappt. Und sind mit Eifer dabei. Nervös? „Mittlerweile bin ich’s schon gewohnt.“ Laura Toppel spielt die zweite Ehefrau des eingebildeten Kranken und hat es im Stück auf das Erbe ihres Mannes abgesehen. „Ich kann in dem Stück so richtig meine schlechten Seiten ausleben.“ Denn durch das Theaterspielen lernt man auch sich zu präsentieren, egal, ob schlechte oder gute Seiten. Die Aufführungen „Der eingebildete Kranke“ der Bühnenspielgruppe des ORG Stifterstraße finden am 11., 12., 14. und 15. April im Festsaal des Adalbert Stifter Gymnasium statt.