Ausgabe: 2005/13, Gewinnspiel, Kosmos, Orden, Teilhard de Chardin
31.03.2005
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Er las täglich sein Brevier und feierte auch täglich die Messe. Sein Forscherdrang führte ihn, immer interessiert an der Herkunft des Menschen, in die Kontinente. Teilhard de Chardin gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts, er hat sich ebenso als Naturwissenschafter einen Namen erworben. Vor 50 Jahren, am 10. April 1955, starb P. Teilhard, mitten in einer Diskussion. Die Erklärungen der Naturwissenschaften über die Entstehung der Welt und die Herkunft des Menschen hat Teilhard nicht im Widerspruch zur Theologie gesehen. Die Kirche war skeptisch. Zu seinen Lebzeiten durfte kein einziges Buch von ihm veröffentlicht werden. Nach seinem Tod erreichten Teilhards Bücher höchste Auflagen. Die Entwicklungslinie der Schöpfung, wie sie sich über Milliarden Jahre entwickelt hat, mündet für ihn im großen Wunder Mensch. Er vermutete, dass die Menschheit noch zwei Millionen Jahre brauchen wird, ehe sie – durch schwere Erschütterungen und Kriege hindurch – in voller Harmonie dastehen wird. Zu den wichtigsten naturwissenschaftlichen Entdeckungen gehört der „Chinamensch“, als er mit seinem Team nahe Peking die Schädeldecke des „Sinanthropos Pekinensis“ ausgrub. Zum Gedächtnis an seinen Tod wird im April in New York eine Tagung stattfinden, zu der auch der französische Staatspräsident und mehrere Nobelpreisträger kommen werden.
Welchem Orden gehörte Teilhard de Chardin an? Wir verlosen drei Bücher.
Schicken Sie die Lösung bis 8. April 2005 an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. Wir verlosen drei Bücher.
Beim Rätsel Nr. 11 (Jules de Vernes) haben gewonnen: Theresia Raser, Bruck a. d. Mur; Renate Bogner, Julbach; Alfred Voithofer, Meggenhofen.