Sie sind farbig, aus Silikon und voll im Trend: lässige Armbänder, mit denen Menschen ihre Meinung kundtun – für einen guten Zweck.
Den Anfang machten die gelben Bänder mit der Aufschrift „LIVESTRONG“. Deren Träger unterstützen damit die Krebsstiftung des 33-jährigen US-Radrennprofis Lance Armstrong, der vor acht Jahren an Hodenkrebs erkrankt war. Nach seiner Heilung hatte er die „Lance Armstrong Foundation“ (LAF) gegründet. Mittlerweile sind die Bänder, die in manchen Sportgeschäften und über das Internet erhältlich sind, ein Renner. Die Idee hat Schule gemacht, besonders im Sport. Seit einigen Wochen gibt es die Aktion „Stand up – Speak up“ gegen Rassismus im Fußball, initiiert vom französischen Nationalspieler Thierry Henry. Hersteller Nike spendet den Großteil des Geldes einer Stiftung für Projekte gegen Rassismus in Europa. Seit kurzem bietet auch die Österreichische Sporthilfe ein Armband um zwei Euro an. Unter dem Motto „Go for Gold“ unterstützen Käufer des orangefarbenen Bandes den österreichischen Nachwuchssport.
Tsunami, Aids, Religion
Aber auch abseits des Sports ist das Angebot an farbigen Bändern groß. Ob zur finanziellen Unterstützung von Tsunami-Opfern, Authisten oder Aidskranken – der Erlös der Bänder dient zumeist einer guten Sache. Oder sie drücken ihre Einstellung aus. So gibt es beispielsweise religiöse Bänder mit der Aufschrift „He is risen“. Skurril: Wer sich mit der amerikanischen Armee solidarisch erklären möchte, kann das mit einem „Support our Troops“-Band tun. Es gibt auch Nachahmer, deren Botschaften nicht ganz so hintergründig sind. „LIVEWRONG“ steht auf den Bändern, die auf der Mountainbike-Website www.azbike.com vertrieben werden. Tipp der Hersteller: Das Band kann auch als Bieruntersetzer oder Katzenhalsband verwendet werden
„Go for Gold“: www.sporthilfe.atTsunami: www.columbusfundraising.comReligion, Aids, „Support our Troops“: www.shanrene.com