Eine „Jahrhundertflut“ hat die Region Banat im rumänisch-serbischen Grenzgebiet heimgesucht. Das Hochwasser überflutete zahlreiche Dörfer. Tausende Menschen verloren ihr Hab und Gut. Die Katastrophe begann vor etwa zwei Wochen, als Dauerregen und Schneeschmelze die Flüsse über die Ufer treten ließen.
In Serbien sind etwa 20.000 Menschen von der Flut betroffen. Am schlimmsten ist die Situation im Dorf Jasa Tomic. Zwei Drittel der Häuser standen unter Wasser, 250 Häuser wurden total zerstört. Das Gebiet ist hauptsächlich von Bauern bewohnt. Das Hochwasser hat die gesamte Ernte und damit die Lebensgrundlage der Bewohner zerstört. Darüber hinaus sind rund 5.000 Tiere ertrunken. Es droht Seuchengefahr durch angeschwemmte Tierkadaver. Ganz ähnlich ist die Situation in den betroffenen Teilen Rumäniens, wo viel Ackerland zerstört ist. Der Präfekt des Kreises Timis erklärte offiziell den Notstand, um Bauern, die ihr Höfe nicht verlassen wollten, notfalls auch mit Gewalt evakuieren zu können.
Anhaltender heftiger Regen und Schneeschmelze lassen vorerst keine Entspannung der Hochwassersituation an den Flüssen Timis und Bega im Banat sowie an den nördlicher gelegenen Gebirgsflüssen Mures, Somes und Cris erwarten. Hört der Regen auf, wird es drei bis vier Wochen dauern, bis sich das Wasser zurückzieht. Der Boden im flachen Banat neigt zur Sumpfbildung.
Die Bevölkerung in Serbien wurde zum Großteil in öffentliche Gebäude evakuiert. Die Caritas Serbien versorgt die Betroffenen derzeit mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Die Auslandshilfe der Caritas OÖ. schickte am 4. Mai einen LKW mit Kleidung ins Katastrophengebiet nach Serbien.Die Caritas bittet um Spenden.