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Fußball – das Spiel des Lebens

Oberösterreichs beste Kicker spielen im Linzer Stadion für Straßenkinder aus Lateinamerika
Ausgabe: 2005/19
17.05.2005
- Christian Ortner
Alle Schulen Oberösterreichs sind eingeladen, wenn Pepi Schicklgruber & Co zu Gunsten von obdachlosen Kindern die Fußballschuhe schnüren. Dabei: Legende Toni Polster.

Wenn am 22. Juni Mannschaften wie der FC Superfund Pasching, SV Kletzl Ried oder der LASK in Linz Fußball spielen, geht es nicht um Punkte oder Tabellenplätze. Egal, wer dieses Einladungsturnier gewinnt, die Sieger stehen schon fest: Kinder aus Lateinamerika, die auf der Straße leben.
Der Organisator des Turniers ist Ludwig Eidenhammer von der Firma AGE2Sun. Gemeinsam mit einem engagierten Team unterstützt er damit das Projekt „Fußball für Straßenkinder“ von Jugend Eine Welt – Don Bosco Austria.

Schulbildung statt Drogen

Konkretes Ziel der Veranstalter ist es, mit Hilfe von Sponsoren das Budget für ein Jahr einer Don Bosco-Fußballschule in Ecuador zu sammeln. Schulbildung gibt den Straßenkindern eine Perspektive für die Zukunft. Sie lernen Alternativen zu Drogen und Kriminalität kennen, die das Leben in den Armenvierteln bestimmen.
Eidenhammer hat für seine Idee einen prominenten Mitstreiter aus dem heimischen und internationalen Fußball gewinnen können: Der ehemalige Nationalteamspieler und jetzige Generalmanager von Austria Wien Anton Polster hat die Schirmherrschaft für das Turnier übernommen (siehe Interview unten).Zu dem Turnier, das auch die österreichische Nationalmannschaft unterstützt, sind alle Schulen Oberösterreichs eingeladen. Unter den anwesenden Schulen werden Fußballdressen verlost. Alle Schüler/innen können um zwei Euro pro Person mit den ÖBB anreisen.

Fair play – Fair Trade

Die Idee des „Fair Play“ steht bei dem Benefizturnier im Vordergrund. Landesweit werden aus diesem Anlass in den Schulen Klassenarbeiten zu den Themen Teamgeist, Ethik und soziale Fairness durchgeführt.Gleichzeitig ist die Veranstaltung eine Aktion für soziale Gerechtigkeit und gegen Kinderarbeit: Jede Schule, die ins Stadion kommt, erhält zwei Fußbälle aus fairem Handel.




Interview mit Anton Polster, Generalmanager, Austria Wien:

KIZ: Was liegt Ihnen als Schirmherr persönlich an der Veranstaltung im Linzer Stadion?
Polster: Ich mache das sehr gerne, weil ich dankbar bin, dass es mir gut geht. Als Prominenter ist es mir ein Anliegen, denen zu helfen, die es nicht so gut haben. Der Fußball hat mir viel gegeben und ich möchte einfach etwas zurückgeben.

Was erwarten Sie sich von dem Turnier?
Wenn es sich zeitlich ausgeht, habe ich vor, persönlich da zu sein. Ich hoffe, dass viele Zuseher kommen werden und wir etwas bewegen können. Für die Leute rund um Linz ist es Pflicht, sich das anzuschauen. Es wird Spitzen-Fußball geboten.

Wie lassen sich Ihre sozialen Engagements zeitlich mit Ihrer Funktion als Generalmanager bei Austria Wien vereinbaren?
Ich nehme mir für solche Projekte Zeit, weil mir das persönlich ein Anliegen ist.

Inwiefern kann Sport die Lebenssituation von benachteiligten Jugendlichen verbessern?
Im Sport hat man Ziele, entwickelt Leidenschaft. Das ist besser, als sich zu langweilen oder Drogen zu nehmen. Das gilt für alle Jugendliche, ist zonenunabhängig.




Josef Schicklgruber, FC Pasching:


„Wir stehen im Kampf um den Meistertitel. Das Turnier am 22. Juni ist schon eine Vorbereitung auf die nächste Meisterschaft. Es ist nicht das erste Mal, dass wir bei einem Benefizturnier mitspielen. Ich finde solche Veranstaltungen wichtig, weil es um die Unterstützung von armen Kindern geht. Für viele Kinder ist es ein Traum in einem großen Stadion vor Tausenden von Leuten zu spielen. Die meisten spielen irgendwo auf der Straße. Darum ist die finanzielle Unterstützung für eine Fußballschule sinnvoll. Alle werden es nicht schaffen, in einem Verein zu spielen, aber es ist gut, dass versucht wird, den Kindern zu helfen.“




Oliver Glasner, SV Ried:


„Ich halte sehr viel von Veranstaltungen, die sozialen Zwecken dienen. Solche Projekte stiften einen großen Nutzen. Besonders für Kinder, die Hilfe benötigen, habe ich immer ein offenes Ohr. Je mehr Veranstaltungen dieser Art es gibt, desto besser.Es ist eine gute Sache, wenn der Sport die Jugendlichen weg von der Straße bringt. Hier in Österreich muss man eher schauen, dass man die Kinder weg von Fernseher oder Computer bringt. Sport ist da ein guter Ausgleich.Sport ist Spiel, Unterhaltung für die Gesellschaft. Daher lehne ich jede Gewaltbereitschaft von Fans ab.“
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