Der eine war – und ist noch – der zwölfte Superintendent in Oberösterreich. Der andere war zwölfter Diözesanbischof von Linz – jetzt Apostolischer Administrator. Mag. Hansjörg Eichmeyer und Dr. Maximilian Aichern. Zwölf ist eine gute Zahl – eine biblische sogar. In absehbarer Zeit wird es einen dreizehnten Superintendenten – oder eine Intendentin – geben und den dreizehnten Bischof von Linz. Man soll die Tatsache nicht abergläubisch, sondern gläubig betrachten. Mit Hoffnung.
Allmählich wird bewusst, wie fruchtbar gerade die starke ökumenische Achse zwischen Bischof Aichern und Superintendent Eichmeyer gewesen ist. Dass die christlichen Kirchen, wo sie mit einer Stimme sprechen, von den Menschen gehört werden – und dass sie auch von der Politik besser wahrgenommen wird. Jüngstes Beispiel: Die Durchsetzung des Ladenschlussgesetzes am SPAR-Markt am Linzer Hauptbahnhof. Die Kirchen halten die Frage einer menschlicheren Gesellschaft wach – richten sich nicht nach Wahlterminen. Umso größer ist die Hoffnung, dass es auch unter der Zahl 13 wieder eine starke Achse geben wird: ein gutes ökumenisches Verhältnis. Was Papst Benedikt XVI. bisher gesagt hat, dürfte ihm gerade daran gelegen sein.