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Solidarität als Dauerauftrag

Anneliese Ratzenböck ist eine Freundin der Caritas, der Caritas-Haltung
Ausgabe: 2005/24, Ratzenböck, Solidarität, Hoffnungshäuser, Rumänien, Caritas, Alba Julia, Obermayr,
14.06.2005
- Ernst Gansinger
Für ihr Lebenswerk der Solidarität erhielt Anneliese Ratzenböck am 13. Mai 2005 den Solidaritätspreis der Kirchenzeitung. Schon am 6. Juni stellte sie mit den "Freunden der Caritas" das nächste Projekt vor.

Die Hoffnung der Hoffnungshäuser in verschiedenen Gemeinden der rumänischen Diözese Alba Julia wollen "die Freunde der Caritas der Diözese Linz" stärken. Die Patenschaft über dieses Projekt hat ORF-Landesdirektor Dr. Helmut Obermayr übernommen.
Der Initiativgeist, die Konsequenz und das Zupacken-Können der Obfrau der "Freunde der Caritas", Anneliese Ratzenböck, prägen die Arbeit des Forums, das 1997 gegründet wurde. Anneliese Ratzenböck, die damals wegen ihres Engagements für die "Tschernobylkinder" schon seit Jahren Kontakt zur Caritas hatte, steht an der Wiege des Forums, das sie seither leitet.
"Kinder haben es mir angetan. Von der Lebenssituation behinderter Kinder sowie deren Eltern habe ich mich immer berühren lassen", erzählt sie, wie sie zum sozialen Engagement gekommen ist: Es war das Jahr 1976. Lange Zeit ist dieses Handeln eng mit ihrer Funktion als Präsidentin der OÖ Goldhaubenfrauen verknüpft. Eine Funktion, die Anneliese Ratzenböck von 1976 bis 2000 innehat. Sie engagiert sich zunächst für das Caritas-Kinderdorf St. Isidor. Dort betreut sie eine Familie, macht zum Beispiel Dienst, wenn die Mutter ihren freien Tag hat. Sie wirkt an der Gründung der Lebenshilfe mit. Bald übernimmt sie auch den Vorsitz im Kuratorium der MS-Gesellschaft und setzt sich für krebskranke Kinder ein. Seit 1992 ist sie bei den Erholungsaktionen der Caritas für die "Tschernobylkinder" engagiert und reist auch persönlich mehrmals in die am schwersten verstrahlten Gebiete.
"Ich bin kein Buchhalter-Typ", sagt Anneliese Ratzenböck über sich. "Wann etwas getan ist, sagen wir: Super, das hat geklappt, und nun schauen wir aufs Nächste." Tempo allerdings, so schränkt sie ein, ist nicht alles: Es kann oft gescheiter sein, einen Einsatz länger zu überlegen. Mit Tempo und Überlegung haben die Freunde der Caritas bisher 18 Projekte durchgeführt und etwa 780.000 Euro an Geld- und Sachspenden aufgebracht. Dabei zeigt Anneliese Ratzenböck, dass Caritas in erster Linie eine persönliche Haltung und erst dann eine Organisation ist.
"Freunde der Caritas" sind Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. "Es geht um Geldspenden, aber nicht nur. Es geht auch um guten Rat oder darum, ein Türl aufzumachen", schildert Frau Ratzenböck. Ein Beispiel dazu ist, dass es gelungen ist, die hohen Versicherungskosten für die Kinder, die aus verstrahlten "Tschernobyl-Gebieten" bei uns zur Erholung sind, zu senken.




Hoffnungshäuser

Zum Beispiel

In Rumänien leben zur Zeit etwa fünf Millionen Kinder, die jünger als 19 Jahre sind. 110.000 von ihnen betreut die Jugendwohlfahrt; über 32.800 leben in Kinderheimen. Wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben, müssen sie das Heim verlassen. Oft wissen sie nicht wohin! Die Hoffnungshäuser der Caritas sind ein Beispiel, wie diesen jungen Menschen eine Hoffnung für die Zukunft gegeben werden kann. (Integration, soziales Lernen, Haushaltsführung, Ausbildungssuche, Freizeitgestaltung ...).
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