„I Don’t Want To Change A Thing When There Is Magic” – der Refrain des Konzert-Openers an diesem Abend in Ebensee war gleichzeitig der Leitsatz für zwei Stunden Zauberei. Die Go-Betweens besuchten für zwei Auftritte Österreich und mit im Gepäck ihr neues Werk „Ocean’s Apart“. Ein in London aufgenommenes Album, das von anderen Orten in der Vergangenheit handelt: Frankfurt, Caracas, Sydney, Etterzhausen. „Ocean’s Apart“ ist ein Photoalbum voll mit großem Pop. Erinnerungen an die letzte Klassenfahrt vor dem Studium und der verlorenen Jugend tauchen auf, wenn sich Robert Forster in „Darlinghurst Nights“ selbst zurückerinnert: „Majorie and Kim, Andy and Clint, Debbie, Bertie, people came and went / And then there was Suzie who we never ever saw again“. Ergreifend auch „The Statue“ wenn eine große Melodie und eine Unmenge an Wehmut an Land gespült werden. Und als Robert Foster an jenem Abend in Ebensee schließlich Linz eine schöne Stadt nennt, habe ich Linz nie so sehr geliebt wie in diesem Moment. Danach, bei einer regnerischen Heimfahrt, mussten wir alle unsere Köpfe wieder grade richten.
The Go-Betweens – Ocean’s Apart (erschienen bei Tuition).