Beach Boys und „Mater Dei“, Schuhplatteln, Eis essen und Lagunenfahrt: Die Chorreise nach Venedig war für zwei Klassen der Hauptschule Bindermichl ein tolles Erlebnis.
Singen gehört zum italienischen Lebensgefühl ebenso dazu wie Pizza, Eis – und natürlich „amore“. Fünf Tage lang durften 36 Schüler/innen der Linzer Musikhauptschule Bindermichl diese besondere Atmosphäre in Venedig mitgestalten. „Venezia in Musica“ lautete das Motto des Chorfestivals, bei dem neben wenigen jungen Musikern vorwiegend Erwachsenenchöre aus Ländern wie Israel, Grönland, Portugal und der Türkei auftraten. Bei zwei Konzerten – eines davon unter freiem Himmel – überzeugten die jungen Sänger/innen aus Linz mit weltlichen Liedern (u. a. „Barbara Ann“ von den Beach Boys) und kirchlichen Gesängen wie „Mater Dei“ und „Dona nobis pacem“.
Chorleiterin Elisabeth Ortner-Stanzel: „Gerade wenn Jugendliche singen, sind Erwachsene leichter zu begeistern.“ Viele Zuhörer seien bei der Darbietung ihrer Schützlinge aufgestanden und hätten mitgeklatscht. „Uns ist auch kein Patzer passiert“, ist die 13-jährige Magdalena Hamm ein wenig stolz. „Wir haben sogar Lieder, die beim Üben nicht so gut gegangen sind, super gesungen.“ Besondere Begeisterung beim internationalen Publikum riefen die „Schulspatzen“ der Hauptschule Bindermichl mit einer Schuhplattler-Einlage aus. „Da hat eine Studentengruppe aus Graz sogar die Österreich-Fahne geschwungen“, erzählt der 12-jährige Simon Höller.
Zwischendurch gab’s zur Pflege der Stimmbänder köstliches „gelato“ (italienisches Eis) – und auch die Liebe kam nicht zu kurz: Eine Hochzeitsgesellschaft, die zufällig vorbeirollte, als der Chor gerade „Love me tender“ von Elvis Presley zum Besten gab, durfte erfahren, was wahre „amore“ bedeutet.