„Matchbox 20“, „Three Doors Down“, eventuell noch „Creed“ – ansonsten haben Vertreter des „College Rock“ im deutschen Sprachraum keinen nennenswerten Stellenrang erlangt. Mit der oberösterreichischen Formation „Last Exit“ kommt ein ambitionierter Versuch daher, an diesem Zustand etwas zu ändern. „Beware of Sharp Edges!“ heißt die erste CD der drei Jugendlichen, denen das Genre des College Rock auf den Leib geschneidert scheint: Nicht umsonst haben sie vor der Bandgründung Anfang 2004 unter anderem Namen, mit anderer Besetzung und Rollenverteilung als Schulband gejammt. Irgendwo zwischen Rock, Gitarrenpop und Punk sind die sechs Lieder der Debüt-CD angesiedelt. Abwechselnd laden sie zum Mitspringen oder groovigen Kopfnicken ein. Die Gitarrenriffs sind schnörkellos, auf Soli verzichtet Gitarrist Martin Hamberger – Gott sei Dank – völlig. Melodisch wird’s, wenn Bassistin Jolanda de Wit mit ihrer sonoren Stimme Hambergers Lead Vocals untermalt. Und auch wenn es einmal heißt „Burn me and I’ll scream / just to turn me on“ – die am Cover platzierte Warnung wegen angeblicher„Explicit Lyrics“ können Eltern getrost übergehen.
Last Exit – Beware of Sharp Edges! (erschienen bei Fun Records).