Die Band „Last Exit“ veröffentlicht ihr Debüt-Album. Ein Interview
Ausgabe: 2005/27, Band, Last Exit, Vöcklabruck, Hamberger, Jolanda, MH
06.07.2005
- Christian Ortner
Wer in Österreich mit Musik abseits von Schunkelpop à la DJ Ötzi oder „Starmania“ erfolgreich sein will, hat’s nicht leicht. Wie es trotzdem gehen könnte, verrät die Band „Last Exit“ aus Vöcklabruck im Gespräch mit der KIZ.
KIZ: Wie seid ihr zu eurem Bandnamen „Last Exit“ gekommen?
Martin Hamberger: Ehrlich gesagt: Das war eine Wörterbuchentscheidung. Jolanda de Wit: Es war schwierig, einen Namen zu finden, der allen taugt und gängig ist. MH: Natürlich kann man da viel interpretieren: Musik ist oft der letzte Ausweg, die Möglichkeit für uns, Gefühle auszudrücken.
Wie würdet ihr euren Musikstil bezeichnen?
MH: College Rock.
Gibt es Bands, die euch beeinflussen?
MH: Wir haben keine Intention, wie andere Bands zu klingen, aber ich mag „Green Day“. Wir hören alle ganz verschiedene Sachen. Jojo und Clemens gehen zum Beispiel mehr in Richtung Elektronik.
Gibt es auch derartige Elemente in eurer Musik?
MH: Nein, wir wollen auf jeden Fall analoge Musik machen.
Schreibt ihr eure Lieder selbst?
JW: Ja, Martin schreibt die Lieder, er liefert das Grundgerüst. Wir probieren das dann aus, und es gibt kein Problem, dass man noch was ändert.
Worum geht es in euren Texten?
MH: Vor allem um Dinge, die mich persönlich betreffen – Gefühle, Liebe, Hass. Manchmal auch um Politisches. Es sind aber keine Weltverbesserersongs.
JW: Dass man sich promotet, ist schwierig. Im Radio spielen sie keine Bands, die nicht in den Charts sind. Wir sind jetzt im FM4 Soundpark drinnen, werden ihnen auch unsere neue CD schicken.
MH: Wenn du auf FM4 gespielt wirst, ist es cool, aber auf Ö3, da verdienst du was. Wenn man das will, bleibt es einem nicht erspart, auf Ö3 gespielt zu werden. Wichtig sind die Konzerte. Auch wenn wir in den grindigsten Lokalitäten spielen: Wenn nur zwei Leute sagen, eure Musik ist cool, haben wir schon gewonnen.