Was kann man den Radfahrern des Donauradweges von Passau nach Wien noch bieten außer hervorragend ausgebaute Straßen und Raststationen, wo die Pedalritter bei Most und Speckbrot wieder ordentlich Kraft tanken können? Die Tourismusexperten ließen die Radfahrer nach ihren Wünschen befragen.
Ein überraschendes Ergebnis war das Interresse an Kirchen. Museen und andere kulturelle Angebote nehmen oft zuviel Zeit in Anspruch oder es wäre zu aufwändig die richtige Kleidung für ein Konzert einzupacken – aber kurze Stopps in einer Kirche sind bei den Radfahrern sehr beliebt. Einmal absteigen, sich in ein Gotteshaus setzen, die Architektur bestaunen und ein wenig innehalten. Vielleicht wird sogar manchmal ein Gebet daraus. Nicht lange, keine Anmeldung, keine Predigten, einfach nur für sich selbst dasein– zur Ruhe kommen und Aufatmen. Die Urlaubszeit ist eine Kirchenzeit – nicht nur entlang des Donauradweges, sondern im ganzen Land.
Wenn Menschen in den Ferien aus dem Alltag aussteigen, spüren viele von ihnen einen Zug zur Kirche – zu dem, was sie mit dem Gebäude oft unausgesprochen verbinden: die Erinnerung an einen guten Gott, die Hoffnung, dass Gott ihre Familie beschützt und die Sehnsucht, dass das Leben nicht ins Nichts fällt.
Faszinierend, welch’ heilsame Atmosphäre in manchem jahhundertealtem Gemäuer zu spüren ist. Viele Kirchen sind ein in Stein gehauenes Evangelium.