- Kirchenzeitung der Diözese Linz, Andrea Brandner, dzt. selbst Ferialpr
Ferien, das heißt viel Freizeit, Urlaub und jede Menge Spaß. Doch viele Jugendliche nutzen diese Zeit nicht nur zum Ent-spannen.
Die 19-jährige Christina Kirchberger besucht die Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Wels. Derzeit absolviert sie ihr einmonatiges Pflichtpraktikum auf der chirurgischen Abteilung des Klinikums Wels. Der Umgang mit den Patienten macht ihr Freude, denn hier hat sie die Möglichkeit ihr theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Durch die Erfahrungen, welche Christina bisher machen durfte, fühlt sie sich bestärkt in ihrem Berufswunsch der Diplomkrankenschwester.
Für einen Monat arbeitet Christoph Haunschmidt (26 Jahre) in der Redaktion der Kirchenzeitung der Diözese Linz. Sein Tätigkeitsfeld umfasst den Bereich der Bildbearbeitung bis hin zur Vorbereitung der Seite für den Druck. Diese Aufgaben fallen ihm nicht schwer, denn er studiert Informatik, Psychologie und Philosophie für das Lehramt. Wichtig war es für ihn, einen Ferialjob zu finden, den er auch für spätere Bewerbungen als Referenz anführen kann. Am meisten jedoch schätzt Christoph das angenehme Betriebsklima und die netten Arbeitskollegen.
Cirilo Boloron (31 Jahre) durchläuft gerade das Praktikum Arbeitswelt am Bildungshaus Betriebsseminar. Vier Wochen arbeitet er als Hilfsarbeiter bei einer Reinigungsfirma in Linz. Cirilo studiert seit zwei Jahren Theologie und setzt nun sein Studium, welches er auf den Philippinen, seinem Heimatland, begonnen hat, in Wien fort. Als Missionar des Steyler-Ordens, wird er später als Seelsorger arbeiten. Das Praktikum dient ihm ausschließlich als Lebenserfahrung. Seine bisherigen Erkenntnisse waren für ihn als Ausländer nicht immer positiv. Anfangs hatte er auch mehr als zwölf Stunden am Tag gearbeitet und fand kein gutes Betriebsklima vor. Doch durch das eigene Erleben hat der Student nun ein besseres Verständnis für die benachteiligte arbeitende Bevölkerung. In finanzieller Hinsicht hat das Paktikum für ihn keinen Wert, da sein gesamter Verdienst der Ordensgemeinschaft zukommt.
Die Maturantin Michaela Schölnberger (18 Jahre) ist für fünf Wochen bei der Firma Efko in Eferding, als Fließbandarbeiterin beschäftigt. In erster Linie zählt für sie der Verdienst, denn die Arbeit beschränkt sich auf manuelle Tätigkeiten, die durch die Hitze in der Betriebshalle und den Lärm der Maschinen erschwert werden. Im Herbst beginnt Michaela ein Studium an der FH für Innovation und Produktmanagement in Wels.