Der Anschlag eines israelischen Todesschützen, der am Donnerstag vergangener Woche auf einen Bus in Galiläa gezielt und dabei vier arabische Israelis getötet hat, galt dem Abzug aus dem Gaza-Streifen. Gewalt sollte verhindern, was vielleicht zum Anfang vom Ende der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern führen könnte. Ob das Ende aller 21 jüdischen Siedlungen, und dem Auszug der 1700 jüdischen Familien, in dem mit 1,1 Millionen Palästinensern am dichtest besiedelten Gebiet der Welt tatsächlich Frieden bringen wird, das wagt noch niemand vorherzusagen. Auch die israelische Bevölkerung selbst befürwortet mehrheitlich den Rückzug. Es besteht Hoffnung, dass wieder Bewegung in den Friedensprozess im Nahen Osten kommt. Und nicht statt- dessen ein neuer Abschnitt der Gewalt im Westjordanland eröffnet wird.
Walter Achleitner
Verbranntes Geld
Als die Arbeitslosenzahlen heuer hartnäckig einen Rekord nach dem anderen brachen, versuchte es der Wirtschafts- und Arbeitsminister zunächst mit Vertrösten und Beschönigen. Danach kamen die Gipfel mit ihren Konjunktur- und Lehrlingspaketen. Experten, die Sozialpartner und zuletzt die Landeshauptleute wurden dazugebeten. Man redet von Millionen und Milliarden und gibt vielfach den gleichen Dingen jedes Mal ein neues Mascherl. Nur gute, zukunftsorientierte Arbeitsplätze kommen kaum dazu. Sie kamen auch nicht mit der „größten Steuerreform“, wie vielfach versprochen wurde. Dafür wird eine Menge Geld „verbrannt“, das man etwa im Pflegebereich für zukunftssichere Arbeitsplätze dringend bräuchte – und nicht hat.