Ausgabe: 2005/49, Haubner, Familien, Demokratie, Todesstrafe, Lee Boyd,
07.12.2005
Familien zahlenPostenschacher
Generationenministerin Ursula Haubner glaubt wohl nicht mehr daran, dass sie oder das BZÖ einer nächsten Regierung angehören. Nur so ist es zu erklären, dass sie wichtige Agenden ihres Ministeriums in eine neu zu gründende Familien-GmbH auslagert, um damit einem engen Mitarbeiter einen gut dotierten Job zu sichern. Denn sachlich ist diese Auslagerung der Agenden „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ nicht gerechtfertigt. Und sie ist zudem kostspielig. Das Land Vorarlberg hat das kritisiert. Und im Bundesrat stimmten die beiden Vorarlberger ÖVP- Mandatare dagegen. Einsicht gibt es trotzdem keine.
Hans Baumgartner
Einer Demokratieunwürdig
Kenneth Lee Boyd ist Freitag morgen im Gefängnis von Raleigh, US-Bundesstaat North Carolina, durch die Giftspritze gestorben. Auch die Tatsache, dass er der 1000ste Todeskandidat seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 war, hat ihn vor der Hinrichtung ebenso wenig bewahrt wie die wachsende Kritik (Fehlurteile etc.). Weltweit wurden im letzten Jahr mehr als 3797 Menschen offiziell hingerichtet. 75 Staaten halten noch immer an der Todesstrafe fest. Dass sich darunter auch Länder befinden, die sich gerne als Musterschüler der Demokratie und der Menschenrechte sehen, ist unerträglich. Am 13. Dezember steht Stanley „Tookie“ Williams auf der US-Hinrichtungsliste. Das ehemalige Jugendbandenmitglied beteuert seine Unschuld und hat sein Leben grundlegend geändert. Ob das was zählt, wird Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger entscheiden.