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Arbeiten mit dem Glanz der Ewigkeit

Das edle Gold ist ein Stoff, der seine faszinierende Ausstrahlung seit Jahrhunderten in sakralen Räumen entfaltet. Der altehrwürdige Beruf der Vergolder trägt dazu bei, am 9. November stellt die UNESCO dieses Kunsthandwerk unter Schutz.
Ausgabe: 2017/44
31.10.2017
- Christopher Erben
© © LAURENT ZIEGLER / Bildrecht
Ein Bilderrahmen liegt auf dem Tisch. An der Wand hängt ein Meisterbrief. In der Werkstatt von Waltraud Luegger in Wien wird die Tradition des Vergoldens gepflegt.
Vergolder gab es schon in der Antike. Sie überzogen die Sarkophage der Könige mit dem gelbschimmernden Glanz der Ewigkeit. Die Zunft der Vergolder entstand im Mittelalter. Seine Blüte erlebte das Handwerk zu den Zeiten der Gotik, des Rokoko und des Barock. Die Stiftskirche in Melk und das Wiener Stadtpalais Liechtenstein entstanden etwa in dieser Zeit. Auftraggeber waren neben den adeligen Familien vor allem die Kirche. Aufgrund seiner Beständigkeit wurde das Gold in allen Epochen und Weltanschauungen der göttlichen Sphäre zugeordnet.

Ein Handwerk mit Geschichte


„Wir arbeiten mit historischen Materialien“, erklärt Waltraud Luegger, Vergolder- und Staffierer-Meisterin und Fachgruppensprecherin der Wiener „Vergolder und Staffierer“ in der Wirtschaftskammer. Die Polimentvergoldung zählt nach wie vor zur „Königsdisziplin“ des Handwerks. Dabei wird zuerst ein Gemisch aus Haut- und Knochenleimen – gebunden mit Kreide – in mehreren Schichten etwa auf dem Rahmen aufgetragen. Diese als Leimtränke bezeichnete Mischung baut die Spannung im Holz ab, macht es stabil. Nach dem Trocknen wird die Oberfläche des Rahmens geschliffen. Als „Kleber“ dient Poliment, eine Tonerde, die nach mündlich überlieferten Traditionen des Vergolders hergestellt wird. Diese wird mit Eiweiß angerichtet. Wenn ein Bereich getrocknet ist, wird er mit der „Netze“, einem Gemisch aus Alkohol und Wasser, auf der zu vergoldenden Stelle angefeuchtet. Das 23 Karat edle Blattgold wird dann schließlich „angeschossen“, also mit einem Pinsel aus Fehhaar (Eichhörnchen) auf der Fläche aufgebracht. Dann wird poliert.

Eindrücke hinterlassen


In Kirchen werden bis heute Altäre, Statuen, Turmkreuze oder Tabernakel vergoldet. Dabei wird in über 90 Prozent der Fälle Blattgold verwendet. Gold wurde bewusst eingesetzt, um das „Himmlische Jerusalem“, den nicht darstellbaren Raum, den Gläubigen zu zeigen, sie auch zu faszinieren. Im Barock wurden etwa Figuren, heilige Gräber und Altäre so bemalt und vergoldet. Das wird als „Theatrum sacrum“ (heiliges Theater) bezeichnet.
Historische Vergoldungen haben Jahrhunderte überdauert. Abplatzungen können immer wieder neu aufgebaut und ersetzt werden. Im Gegensatz zu Kupfer oder Silber oxidiert Gold nicht, behält also seine Farbe und seinen hellen Schimmer.
Vergolder konservieren und restaurieren nicht nur in oder auf Gebäuden – auch Möbel, Bilder- oder Spiegelrahmen sowie Skulpturen und Raumausstattungen. Akademische Restauratoren verlassen sich oft auf die handwerklichen Erfahrungen und die Qualität des Vergoldermeisters.
Für viele Menschen besteht auch der weltberühmte „Goldene Saal“ im Wiener Musikverein aus purem Gold. Doch dem ist nicht so. Dieser Saal besteht „aus keinem Gramm Gold“, aber aus Schlagmetall, einem Goldersatz, erzählt Stefan Nachförg, Vergoldermeister in Wien. Diese Technik war im 19. Jahrhundert weit verbreitet, um Kosten zu sparen. Sie wird auch als Metallisierung bezeichnet – auch sie beherrscht der Vergolder.

Gold fasziniert


„Die Liebe zum Beruf entstand in meiner Kindheit“, erzählt Waltraud Luegger. „Ich sah den traurigen Zustand der Engel in meiner Heimatpfarre.“ Sie lernte in der Steiermark, absolvierte die Meisterprüfung zum Vergolder in Wien und machte sich mit ihrem Atelier „GoldRichtig“ vor über zehn Jahren selbständig.
Bisher hat sie zwei Lehrlinge ausgebildet. Sie möchte ihr Wissen sowie die Freude am Handwerk nachfolgenden Generationen weitergeben und die Zukunft sichern. Aus diesen Überlegungen heraus entstand die Idee einer wissenschaftlichen Weiterbildung für Vergoldermeister an der Universität Innsbruck. Diese beginnt nächstes Jahr, ist modular aufgebaut und berufsbegleitend. Waltraud Luegger: „Der Lehrgang soll akademisches mit handwerklichem Wissen verbinden und vereinen.“

Handwerk wird „geadelt“


Waltraud Luegger setzte sich vergangenes Jahr zum Ziel, das Vergolder-Handwerk und seine Techniken schützen zu lassen. Gemeinsam sprachen Waltraud Luegger und Stefan Nachförg bei der UNESCO in Wien vor, mussten eine Reihe von Fragen beantworten, um die Aufnahme in das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO zu erreichen. Stefan Nachförg stöberte etwa in Archiven und mit vereinten Kräften reichte man bei der UNESCO ein.
„Der Beruf baut auf der Auseinandersetzung mit Sakralem und Nähe zur Religion auf“, betont Stefan Nachförg, „auch mit der Symbolik“. Er setzte sich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Geschichte des Handwerks der Vergolder auseinander.
Am 9. November ist es soweit: In einem Festakt nimmt die UNESCO das Handwerk der Vergolder in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich auf. Das Immaterielle Kulturerbe stellt Techniken unter Schutz, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Stefan Nachförg ist überzeugt: Damit werden der Beruf und das Handwerk „aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst“. Auch werde der Berufsstand und das Handwerk „geadelt“, ein neuer Schwung in die Branche gebracht, so Nachförg.
Waltraud Luegger ist auch Gründerin einer Taskforce der Vergolder in Wien und organisierte jährlich bundesweite Vergolderseminare. Sie möchte damit nicht nur den Austausch untereinander fördern, sondern auch neue Wege zu den Kunden finden. „Uns kennen heute viele nicht mehr“, sagt sie, und: „Wir möchten nicht mehr mit anderen Zünften verwechselt werden.“
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