Seit mehr als 60 Jahren stellt die MIVA-Austria die Technik in den Dienst der Menschen. Am 6. Dezember übernimmt Christine Parzer die Leitung des katholischen Hilfswerks und folgt dabei ihrem Vater nach.
Es war 2001. Bei einem dreimonatigen Aufenthalt in Sanga Mamba, einer Missionsstation der Don Bosco Schwestern am Stadtrand von Kinshasa, ist Christine Parzer so richtig bewusst geworden, was ein Fahrrad, ein Moped, ein Geländewagen oder ein Boot für die Menschen in den Ländern des Südens bedeuten. „Ich war damals 17 Jahre alt und habe gesehen, dass es in der Demokratischen Republik Kongo nicht selbstverständlich ist, nach einem Unfall mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht zu werden oder Kinder mit dem Bus zur Schule zu bringen. Dinge, die bei uns in Europa üblich sind, gibt es dort oft nicht. Die mobile Hilfe der MIVA bewirkt hier sehr viel – sie bringt nicht nur Erleichterung für die ärmsten Menschen weltweit, sondern kann auch Leben retten.“ Generationswechsel. Gegründet wurde die MIVA-Austria 1949 von Christine Parzers Großvater Karl Kumpfmüller. Nach seinem Tod führte ihr Vater Franz Xaver Kumpfmüller dessen Lebenswerk fort. Mit 6. Dezember wird nun Christine Parzer die MIVA-Leitung übernehmen – ihr Vater geht in Pension. „Ich bin mit der MIVA groß geworden. Viele Projektpartner sind von Zeit zu Zeit auch bei uns zu Hause in Stadl-Paura aus und ein gegangen. Während meiner Schulzeit habe ich laufend Ferialjobs bei der MIVA gemacht und es stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall im Bereich Entwicklungszusammenarbeit beruflich tätig sein möchte. Dass das bei der MIVA sein wird, war für mich damals noch nicht klar“, erzählt die studierte Wirtschaftsmanagerin und zweifache Mutter, die derzeit noch in Karenz ist. Seit 2006 ist Christine Parzer fix bei der MIVA, zuletzt als stellvertretende Geschäftsführerin des Hilfswerks.