Von meinem Namenspatron hab ich bisher noch nichts gewusst. Ein gewisser Gottfried von Amiens soll vor 1000 Jahren gelebt haben und als Bischof für seine Mildtätigkeit und sein soziales Engagement aufgefallen sein. Das macht mir diesen Herren gleich ein wenig sympathisch. Ich bin jedenfalls als erster Sohn nach meinem Vater getauft worden. Er wiederum, der am 8. November 1933 geboren ist, wurde, wie das damals so üblich war, nach dem Namenspatron seines Geburtstages getauft. So kam es, dass auch ich Gottfried heiße. Heutzutage ist dieser Name nicht sehr populär. Dabei setzt er sich aus zwei Begriffen zusammen, die im Leben von uns Menschen große Bedeutung haben. Gott und Friede. Die Fragen, welche Rolle Gott in meinem Leben spielt und wie es gelingen kann, dass Menschen in Frieden miteinander leben können, haben mich immer schon beschäftigt. So gesehen ist mein Name auch irgendwie ein Lebensmotto für mich geworden.