Sr. Cäcilia Prell, Missionarin Christi in Leonding-St. Isidor, erzählt die Geschichte ihrer Patronin (Namenstag 22. November).
21.11.2012
- Sr. Cäcilia Prell
Ich liebe meinen Namen – aber nur wenn er nicht durch Kürzungen verschandelt wird. Als Kind wurde ich Cilli gerufen und war die Einzige weit und breit. Gewundert habe ich mich schon, warum es nicht mehr Cillis gab. Erst mit 20 Jahren ließ ich mich – Cäcilia – rufen. In meiner Pfarrgemeinde aber gab es den Kirchenchor der meinen Namen trug. Darauf war ich damals mächtig stolz. Die hl. Cäcilia wurde um 200 in Rom geboren. Ihre Eltern wollten sie mit einem heidnischen Mann verheiraten. Cäcilia aber hat schon in jungen Jahren dem Herrn ewige Jungfräulichkeit gelobt. Weil aber die Christen zu dieser Zeit hart verfolgt wurden, verschwieg Cäcilia ihr Treuegelübde. Sie erklärte sich in der Hochzeitsnacht ihrem Bräutigam und konnte ihn später zum Glauben bekehren. Beide kümmerten sich todesmutig um die verfolgten Christen. Dies blieb nicht lange verborgen, Cäcilia wurde eingesperrt, hingerichtet. Seit dem 14 Jahrhundert wurde ihr die Orgel als Attribut gegeben. Sie lebt fort im Spiel der Orgel und im Gesang der Chöre.