Kommunikation über den Glauben ist Schwerpunkt des Jugendsonntags am 25. November. Dialog statt Berieselung der Gläubigen soll an diesem Tag die Devise in Oberösterreichs Gotteshäusern sein.
Ausgabe: 20123/47, Jugend, Dialog, Kirche, Moser, Wallern, Bad Schallerbach, Jugendliche
„Gott hört auf ... Hör auf Gott“ ist das Motto des diesjährigen Jugendsonntags. Angesprochen wird damit auch das Zweite Vatikanische Konzil. „Bei diesem hörte man damit auf, alte Muster herunterzubeten und nur auf der Stelle zu treten“, heißt es von Seiten der Katholischen Jugend dazu. „Oft lassen sich die Gottesdienstbesucher/innen nur berieseln während der Messe. Am Jugendsonntag soll das auf jeden Fall anders sein“, erklärt Daniela Klein. Sie ist Jugendleiterin im Dekanat Wels und hat an der konkreten Umsetzung zum Jugendsonntag in Oberösterreichs Pfarren mitgearbeitet. Das kann dann bedeuten, dass sich beim Bußakt die Sitznachbarn fragen, wie es ihnen gerade ergeht. Oder dass statt der klassischen Predigt des Pfarrers ein Gespräch der Jugendlichen über die aktuelle Bibelstelle zu hören sein wird. Oder dass das Vaterunser in Dialogform gelesen wird. Was Nettes sagen. In Krenglbach und Bad Schallerbach haben sich die Jugendgrupen vorgenommen, die Mitfeiernden dazu zu animieren, sich beim Friedensgruß etwas Nettes zu sagen. Thematisiert wird außerdem die Bedeutung der Kommunikation bei der Entstehung von Gerüchten. Marco Dernberger von der Katholischen Jugend Krenglbach will die Leute zum Nachdenken bringen: „Gott sollte nicht überstrapaziert und für alles verantwortlich gemacht werden – wir sind auch selbst gefordert, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung wahrzunehmen“, unterstreicht er ein Anliegen der Jugendlichen. Jugendlichere Messe. „Die Messe wird jugendlicher gestaltet und nicht so wie immer“, erklärt Carmen Moser von der Katholischen Jugend Bad Schallerbach und Wallern: „Zu den Fürbitten bringen wir Alltagsgegenstände zum Thema „hören“ nach vorne.“ Die Kirchenbesucher/innen sollen merken, dass sie immer willkommen sind, meint Carmen: „Es soll bemerkt werden, dass wir eine Einheit sind und keiner ausgeschlossen wird. Es ist schön, wenn gemeinsam gefeiert wird.“ Auf die Frage, welche Veränderung in der Kirche sie sich wünschen würde, sagt sie: „Kirche soll sich überlegen, warum sie so, wie sie jetzt ist, wenige Jugendliche anspricht. Die Rolle der Frau in der Kirche sollte überdacht werden. Das heißt, dass sie nicht die zweite Rolle spielen, sondern mehr Verantwortung und Rechte in der Kirche haben.“
Verlosung zum Jugendsonntag
Der Jugendsonntag findet am 25. November in vielen Pfarren Oberösterreichs statt. Zu diesem Anlass verlost die KirchenZeitung sechs Überraschungsgeschenke wie etwa Solartaschenlampen und Badetücher von der Katholischen Jugend. Einfach Mail an: office@kirchenzeitung.at