Er sieht ein bisschen aus wie Conor Oberst, er hat denselben Vornamen wie Conor Oberst und selbst seine Musik klingt ein bisschen nach Conor Obersts „Bright Eyes“. Conor O’Brien ist der Kopf der Villagers, mit denen er soeben sein zweites Album herausbrachte.
Ausgabe: 2013/14, CD-Tipp, Villagers, Awayland
03.04.2013
- Klaus Rauscher
„{Awayland}“ ist ein famoses Stück teils fragilen, teils hymnischen und mancherorts auch schrägen Indie-Pops. Das stille, beinah verhuschte, einzig auf der Akustikgitarre vorgetragene „My Lighthouse“ eröffnet einen herrlich schrägen Songreigen. So verstörend die einzelnen Strophen von „Earthly Pleasures“ auch sein mögen, im Refrain fährt O’Brien sämtlichen Bombast auf und schwingt sich hoch zu einer watteweichen Melodie, die er im darauffolgenden „The Waves“ gnadenlos fortzusetzen vermag.
Wenn die ersten Pianoklänge von „Nothing Arrived“ erklingen, ist klar: Das ist der Song, der die Welt heuer aus den Angeln heben wird. Ein wunderbares und herzzerreißendes Stück Pop, das sich zur Hymne aufschwingt. Im letzten Teil der Platte packt Conor O’Brien noch einmal die großen Gefühle aus, die er pompös im „Greatful Song“ umsetzt.
„{Awayland}“ ist kein Werk, das sich einem gleich beim ersten Hören erschließt und möglicherweise auch noch nicht beim zweiten Durchlauf. Doch wenn man diesen Songs etwas Zeit gibt, wird man zu dem zwingenden Schluss kommen: ein Meisterwerk!
- {Awayland} – Villagers (erschienen bei Domino Recordings)