Markus gilt als der Verfasser des zweiten Evangeliums, er sei Dolmetscher des Petrus gewesen und habe von dessen Predigt später aufgeschrieben, woran er sich erinnerte.
Ausgabe: 2013/17, Namenstag, Markus, Bucher
24.04.2013
- P. Markus Bucher
Er schreibt einfach und bringt auf den Punkt, was er zu sagen hat. Das macht ihn sympathisch. Wir wissen über sein Leben fast nichts. Er wird auch sonst im Evangelium nicht erwähnt. Er tritt gleichsam hinter das Werk zurück und weist auf eine andere Autorität hin.
Aus meiner Jugend ist mir eine Begebenheit im Markusevangelium in Erinnerung geblieben: Die Begegnung mit einem Leprakranken. Das schreibt Markus schon im ersten Kapitel. Der Kranke warf sich vor ihm auf die Knie und flehte ihn an: „Wenn du willst, kannst du mich heilen!“ Jesus rührte ihn an und sagte: „Ich will es! Sei gesund!“
Das habe ich für mich gleichsam als Programm gedeutet: Das Evangelium ist seinem ganzen Wesen nach Heilung. Was nicht heilt, was nicht gesund macht an Leib und Seele, kann kein Evangelium sein.