Eindrucksvolles Comeback mit dem neuen Album "Comedown Machine".
Ausgabe: 2013/18, CD, The Strokers, Comedown Machine, RCA Records
02.05.2013
- K. R.
Wer erinnert sich an die Strokes? Jene Band, die 2001 zuerst New York und dann dem Rest der Welt ihren Stempel in Sachen Slackertum und Coolness mit dem Debut „Is This It?“ aufgedrückt hat; jene Band, die den Big Apple nach 9/11 ihre Identität wiedergab und ganz nebenbei dem Rock wieder Leben eingehaucht hat.
Und dann war irgendwie der Wurm drin: ein paar mittelprächtige Alben, die kaum jemanden hinterm Ofen hervorlockten … bis sie nun mit „Comedown Machine“ um die Ecke kamen. Nie waren die New Yorker relaxter, cooler und stringenter als auf dem neuen Werk. Und so nebenbei haben sich die Strokes auch noch mit Kopfstimme und Synthiesound selbst neu erfunden, was im Opener „Tap Out“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird.
Sogar die eine oder andere Ballade haben die Strokes mit ins Repertoire genommen: sei es nun der Titeltrack „80’s Comedown Machine“ oder „Chances“ – beide Tracks, getragen von langsam rollenden Bassläufen, versprühen eine herrlich warme Atmosphäre.
Nach „Happy Endings“ ist dann allerdings ein vorzeitiges Abdrehen des Albums empfohlen, denn „Call It Fate, Call It Karma“ scheint nicht mehr zu sein als ein sinnentleertes Fade-out, das diese Platte nicht mehr Not hatte.
The Strokes – Comedown Machine (erschienen bei RCA Records).