Rund 250 Schüler/innen der NMS 22 und der Berufsschule 6 fanden sich am 23. Mai zu einem besonderen Lauf-Event im Linzer Hummelhofwald ein. Bei der Aktion „Laufwunder" der YoungCaritas galt es, so viele Runden wie möglich zurückzulegen, um möglichst viel Geld für ein ausgesuchtes Hilfsprojekt zu erlaufen.
Es war die Linzer Auftaktveranstaltung für das österreichweite Projekt, an dem sich insgesamt 23.000 Schüler/innnen österreichweit beteiligen. Gelaufen wird in vielen Schulen noch bis Ende Juni, bis dahin werden in Oberösterreich 5.500 junge Leute für den guten Zweck unterwegs gewesen sein.
Direktor dankt
Beeindruckende Zahlen, wie auch Caritas-Direktor-Stv. Gerhard Reischl anmerkte. Er bedankte sich bei den Sportler/innen für ihren Einsatz für Menschen in Not: „Dass ihr im Laufschritt Gutes tut, setzt im wahrsten Sinne des Wortes einiges in Bewegung. Ich freue mich, dass es in unserem Bundesland so viele Jugendliche und Kinder gibt, die sich sozial engagieren. Ich danke euch, dass ihr heute mit glühenden Sohlen die Welt ein Stückchen besser macht."
Sponsorensuche
Für die finanzielle Unterstützung des Laufwunders sorgten die Kinder und Jugendlichen selbst. Bevor an den Start gegangen wurde, suchten die Schüler/innen im Bekannten- und Verwandtenkreis Sponsoren, die die erlaufenen Kilometer in monetäre Resultate verwandelten. Anschließend wurde an der Schule ein zu förderndes Hilfsprojekt ausgesucht. In der NMS 22 fiel die Wahl auf das integrative Reitzentrum St. Isidor. Die Berufsschule 6 war für unterernährte Kinder in der Demokratischen Republik Kongo laufend unterwegs.
Wetterglück
Hatte es kurz zuvor noch geheißen, es werde Regen geben, stellte sich just zur Startzeit um 11 Uhr perfektes Laufwetter mit leichtem Sonnenschein ein. Als sollte das nicht Ansporn genug sein, ließ es sich auch Österreichs Langstreckenläufer Nummer eins, Günther Weidlinger, nicht nehmen, als Unterstützung vorbeizuschauen. Neben Aufwärmübungen mit den Nachwuchssportler/innen lief Österreichs Paradeläufer auch selbst noch drei Mal die ca. 1000 Meter lange Strecke.
Kinder begeistern
Für Weidlinger war es das zweite Mal, dass er am Laufwunder teilnahm, vor zwei Jahren unterstützte er eine Schule in Neuhofen. „Es ist wichtig, die Kinder und Jugendlichen für Sport im allgemeinen, nicht nur fürs Laufen, zu begeistern. Man muss ihnen den Spass an der Bewegung vermitteln," erklärte der erfolgreiche Läufer seine Motivation für die Teilnahme.
Beachtliche Leistungen.
Eine Stunde hatten die Jugendlichen Zeit ihre Runden zurück zu legen. Mit teils stolzen Resultaten, bis zu zwölf Runden schafften die Teilnehmer/innen. Ganze zehn Runden schaffte etwa der 13-jährige Slaven, der jedoch nicht ganz zufrieden war mit seiner Leistung. Denn beim Laufwunder vor zwei Jahren hatte er es sogar noch auf 13 Runden gebracht. Sechs Runden waren Dilara und Melanie unterwegs, die ihr Ziel von acht Runden damit nur knapp verfehlten.