Neben der Kürzung der ohnedies beschämend niedrigen staatlichen Entwicklungshilfe brachte der Parlamentstag am vergangenen Donnerstag noch eine weitere „Offenbarung“.
Finanzministerin Maria Fekter bezeichnete die Zuschüsse des Staates zu Entwicklungsprojekten der Kirche und anderer Träger als „Vereinsförderung“. Und sie gebe das Geld lieber internationalen Organisationen, wo man auch kontrollieren könne, dass es ankomme. Wie oft internationale Entwicklungshilfe bei den Machthabern versickert, ist eine Sache. Aber es geht hier auch noch um etwas anderes: Der Ministerin ist offenbar das Schulterklopfen ihrer internationalen Kollegen wichtiger als das seit Jahren höchst professionelle Engagement österreichischer NGOs. Die Armen klopfen ihr ja nicht auf die Schulter.