BRIEF_KASTEN
Jedes Mal, wenn ich in einem muslimisch geprägten Land unterwegs bin – wie erst kürzlich wieder – nötigt es mir aufs Neue Respekt und Bewunderung ab: wie selbstverständlich das Gebet ist.
Es beginnt schon im Flugzeug. Am Bildschirm des Sitzplatzes erschien immer wieder einmal ein Kompasssymbol, von dem weg ein Pfeil Richtung Mekka zeigte, und das die Entfernung zum heiligsten Ort des Islam angab. So kennen Muslime stets die Richtung, in die sie ihr Gebet verrichten sollen, wenn die Zeit dafür kommt. Gleichzeitig werden sie aber in regelmäßig eingeblendeten Inserts aufgefordert, für das Gebet nicht den Platz zu verlassen, sondern an ihrem Sitzplatz zu beten.
Dass in der Nachttischlade des Hotelzimmers ein Exemplar des Korans und im Kleiderschrank ein Gebetsteppich liegt, ist nicht außergewöhnlich. „Hotelbibeln“ sind ja auch in Europa nicht selten.
Aber mein besonderes Interesse hat diesmal ein handtellergroßer Aufkleber an der Decke des Hotelzimmers auf sich gezogen. Neben den Umrissen einer Moschee wies ein roter Pfeil die Gebetsrichtung.
Zu beten gehört hier einfach zum Leben – ob im Alltag oder im Urlaub.
BRIEF_KASTEN
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