BRIEF_KASTEN
Bildungsminister Heinz Faßmann kündigte an, dass die Schulen an den Freitagen nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam auf ihre lang geplanten „Zwickeltage“ alias Fenstertage verzichten und stattdessen Unterricht machen sollen. Die Schulen sind doch acht Wochen leer gestanden! Dass die Lehrerinnen (drei Viertel der Lehrer sind weiblich) großen persönlichen Einsatz zeigten beim Umsetzen des E-Learnings, dass es für die Kinder anstrengend ist, Lern- und Freizeiten im selben Zimmer abzuwechseln und dass sie es Großteils trotzdem meisterten, weil die Eltern neben ihrem eigenen Beruf auch die tägliche technische und pädagogische Unterstützung des Nachwuchses übernahmen – das übersieht der Bildungsminister geflissentlich. Anders gesagt: Es gab keine Coronaferien. Es war und ist für alle beteiligten Schulpartner eine große Anstrengung, die Ausnahmesituation zu meistern. Was fehlt, ist – wieder einmal – die Wertschätzung der Lehrer/-innen, in diesem Fall auch der Kinder und ihrer Eltern. Auch sie sind Heldinnen und Helden der Coronazeit. Der Bildungsminister signalisiert das Gegenteil.
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