BRIEF_KASTEN
Zu „Wechsel im Domkapitel“ in Ausgabe Nr. 27:
Könnten Sie bitte als Vorschlag einer langjährigen Kirchenzeitungs-Leserin an die zuständige Stelle bzw. als Vorschlag für Ihre nächste Kolumne Folgendes weiterleiten: Durch das Ausscheiden des bisherigen Dompropstes Herrn Willi Vieböck aus dem Linzer Domkapitel ist ein Kanonikat unbesetzt! Eine engagierte Frau aus der Diözese würde dieser Männerschar guttun! Klingt nach Späßchen, ist es aber nicht! Ich meine es todernst – den Frauen in der Kirche reicht es zunehmend!
Johanna Schörgenhumer, Linz
Mit der Sonntagsöffnung will die Vorarlberger Landesregierung die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Lebensmittel-Nahversorgern stärken. Rainer Trefelik, Handelsobmann in der Wirtschaftskammer, kritisiert aktuell den Wildwuchs bei den Ausnahmen zur Sonntagsruhe. Er fordert stattdessen klarere und einheitliche Regelungen. Die Erfahrungen aus Oberösterreich zeigen jedoch, dass es zu dieser Vielzahl an Ausnahmen vor allem deshalb kommt, weil Wirtschaftstreibende – mit Unterstützung der Wirtschaftskammer – Sonntagsöffnungen im Rahmen diverser Feiern und Märkte beantragen, die leider sehr oft auch vom Land Oberösterreich genehmigt werden.
Die Allianz für den freien Sonntag setzt sich ebenfalls für klare Regelungen ein, die auf einen möglichst arbeitsfreien Sonn- und Feiertag abzielen, und lehnt eine scheibchenweise Aushöhlung, wie sie derzeit in Vorarlberg erfolgt, ab. Nur weil ich Würstel und Erdäpfel auch am Sonntag einkaufen kann, wird der klein strukturierte, ländliche Lebensmittelhandel nicht gerettet. Hier würden vielmehr Regelungen hinsichtlich des Ausbaus großer Shoppingcenter an den Stadträndern sowie der Konzentration auf wenige Supermarktketten deutlich mehr bewirken.
Gerade der ländliche Raum zeichnet sich durch ein reiches Kultur- und Vereinsleben aus, das nicht zuletzt durch die gemeinsam freie Zeit am Wochenende ermöglicht wird. Daher sind auch viele Kultur-, Sport- und Familienorganisationen Teil der Allianz für den freien Sonntag. Außerdem wissen wir aus Gesprächen mit Lebensmittelhändler:innen, wie dankbar sie für den arbeitsfreien Sonntag sind, damit sie auch einmal zur Ruhe kommen können. Wir fordern eine Stärkung der gemeinsamen freien Zeit am Sonntag, indem Ausnahmen von der Sonntagsruhe zurückgenommen bzw. tatsächlich nur in Ausnahmefällen erteilt werden.
Zugleich sind wir alle aufgerufen, unser Konsumverhalten zu hinterfragen: Braucht es beispielsweise den Sonntagseinkauf an der Tankstelle wirklich oder können wir verstärkt regional im kleinen Lebensmittelgeschäft einkaufen, damit die Nahversorgung auch in Zukunft gewährleistet bleibt?
Heinz Mittermayr, Koordinator der Allianz für den freien Sonntag OÖ
Was spürt der Herr Trump, wenn er einen 100-Dollar-Schein in der Hand hat? Ist ihm bewusst, dass dieses Stück Papier erst zu einem Wert wird, wenn er etwas damit tut? Und genau diese Frage möchte ich all den Reichen stellen. Versteckt und bewacht sind diese Zettel ein riesiger nutzloser Haufen. Sie sollten freigelassen und gut verwendet werden. Das würde Sinn und Freude bringen. Schön wär’s schon.
Helga Herzog, Linz
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