BRIEF_KASTEN
Zum Städteurlaub gehört er einfach dazu: der Aussichtspunkt, von dem aus einem die Stadt zu Füßen liegt. Ob von einem Berg am Rande der Stadt oder vom Turm in der Stadtmitte aus – Der Blick hinunter auf das Häusermeer fasziniert.
Besonders stimmungsvoll ist es am Abend, wenn die Dämmerung von der Straßenbeleuchtung abgelöst wird und die Kirchen, Palais, Hochhäuser und andere Sehenswürdigkeiten um die Wette leuchten. Doch dieser Anblick verändert sich zurzeit. Immer mehr Städte entschließen sich zum Energiesparen und schalten die Beleuchtung der Sehenswürdigkeiten entweder abwechselnd oder viel früher als bisher ab.
Auch österreichische Stifte haben sich dafür entschieden, zum Beispiel Melk. Es ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass Energiesparen alle angeht und nicht immer mit großen Einschränkungen verbunden ist. Zusätzlich zum Stromsparen hat das Reduzieren der Beleuchtung einen weiteren Effekt: weniger Lichtverschmutzung.
Starkes künstliches Licht bringt den Tag-Nacht-Rhythmus von Tieren, Pflanzen und Menschen durcheinander, verschleiert den Sternenhimmel und führt Insekten in die Irre. So ungewohnt der Anblick halbdunkler Städte noch ist: Er ist sinnvoll.
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