BRIEF_KASTEN
Der Weltjugendtag in Lissabon Anfang August soll entfallen, falls Papst Franziskus nicht kommen kann – so Weihbischof Americo Aguiar vom Organisationskomitee für den Weltjugendtag. Erwartet werden in Portugal mehr als eine Million katholische Jugendliche und junge Erwachsene.
Die Sonntagsmesse mit dem Papst (und mehr als einer Million Menschen) am 6. August ist ein Höhepunkt des Weltjugendtreffens. Wenn Franziskus nicht kommen könnte, wäre das wirklich schade. Es wäre aber ein unzulässiger Personenkult und sicher nicht im Sinne des Papstes, die (wegen der Pandemie bereits verschobene) Chance für die Begegnung junger Menschen aus mehreren Erdteilen abzusagen.
Dass einander Menschen unterschiedlicher Kulturen friedlich begegnen, ist wie ein Heilkraut für die verfeindete Menschheit.
Viel zu selten macht die mittlerweile in vielen Kulturen beheimatete katholische Kirche davon Gebrauch. Wie schwer fällt manchmal schon eine Begegnung mit der Nachbarpfarre.
Bei aller Liebe zum katholischen Kirchenoberhaupt: Es ist nur der Papst. Eine Million begegnungswillige Menschen seinetwegen heimzuschicken, wäre ein großer Fehler.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>