BRIEF_KASTEN
Die Ausgangsbeschränkungen sind aufgehoben. Wir sind schrittweise wieder auf dem Weg zur Normalität. Aber was ist schon Normalität? Waren wir vorher überhaupt normal? Wahrscheinlich hat jede Zeit ihre eigene Normalität. So wie sich mein Großvater in unserer Welt nicht zurechtfinden würde, so ginge es uns auch in ein paar Jahrzehnten. Normalität ist nicht absolut, ist nicht unumstößlich. Genau daran knüpfen sich auch die Prognosen von Zukunftsforschern, die ein breites Band an künftigen Szenarien voraussagen. Werden wir beim Einkaufen dann mehr auf Regionalität schauen und wieder Urlaub in Österreich machen? Werden wir wirklich weniger fliegen, mehr selber kochen und öfter am Bildschirm Konferenzen abhalten? Und: Wird sich die Gesellschaft nach der Krise daran erinnern, wer trotz Corona die alten und kranken Menschen gepflegt und uns mit lebensnotwendigen Dingen versorgt hat? Vieles davon wäre wünschenswert und könnte durchaus zu einer neuen Normalität gehören. Doch in Wahrheit kann man nur darüber spekulieren, was am Ende der Krise oder gar in zehn Jahren normal sein wird.
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