BRIEF_KASTEN
Es fährt einem durch die Glieder.
Selbst Gottgläubige können sich gegen dieses spontane Erschrecken nicht wehren, wenn Gott und Himmel plötzlich so nahe rücken.
Der dritte Adventsonntag sagt es anders: Gaudete! Freut euch! Schrecken kehrt sich in Freude. Hirten werden unter den ersten sein, die diesen Wandel erleben. Wie sie am Feld draußen erschrecken, und wie sich dieses Erschrecken in Freude verwandelt, so tief, wie sie es bisher nicht kannten. Ein Wunder, ganz nahe erlebt an der Krippe.
In Momenten größten Glücks, in Augenblicken des tiefsten Staunens wird man es spüren: „Um Gottes willen, kann das denn wahr sein?“ Glück, das nicht zu fassen ist!
In den Paulusbriefen begegnet wiederholt das Bild des „alten“ und des „neuen“ Menschen. Der neue Mensch, der Christus folgt, ist nicht mehr der, der ein „Um Gottes willen“ als Schrecken empfinden muss, sondern der es als starkes und freudiges Leitmotiv in sich trägt.
Der neue Mensch – mit einer tiefen Gottesfreude im Herzen. Nicht von Ängsten getrieben, sondern von Hoffnung getragen weiß er sein Leben – und das seiner Schwestern und Brüder.
Aufbrechen will er und suchen: Wo steht sie nur, diese Krippe, an der sich das Wunder ereignet?
BRIEF_KASTEN
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