BRIEF_KASTEN
In den vergangenen Wochen habe ich viel Zeit im Krankenhaus und in einem Hospiz verbracht. Ein Mensch, der mir sehr wichtig war, brauchte aufgrund einer rasch fortschreitenden Krebserkrankung viel Pflege, medizinische Betreuung und seelisch-emotionale Unterstützung.
Bei diesen Besuchen habe ich auch das Pflegepersonal besser kennengelernt. Pflege ist dabei so umfassend und die Art, wie das Pflegepersonal mit ihren Patient:innen umgeht, so beeindruckend, dass meine Achtung und Wertschätzung vor diesem Beruf noch größer geworden sind, als sie schon waren.
Und vieles sieht man gar nicht: etwa die sogenannten „stillen Besuche“, die das Pflegepersonal in der Nacht absolviert. Leise geht der Nachtdienst ins Zimmer, nähert sich dem Patienten, schaut, hört, ob alles passt. Diese Besuche auf leisen Sohlen bemerkt der Patient meistens nicht.
Neu für mich ist auch das Modell der „Sitzwache“. Hier werden Freiwillige nach entsprechender Schulung gebeten, die Nacht am Bett des schwerkranken Menschen zu verbringen.
Ihre sanfte Stimme, die wärmende Hand wirken beruhigend. So können oft Stürze oder medizinische Komplikationen verhindert werden. Es ist ein leiser Dienst, der hier ehrenamtlich geleistet wird.
Allen Pflegenden, ob zuhause oder im Spital, möchte ich laut für ihren Einsatz Danke sagen.
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