BRIEF_KASTEN
Der Frühling klopft an, die Sonne wärmt das Herz, die ersten Blumen bringen Farben ins Leben. Gleichzeitig tobt seit Wochen ein Krieg in einem europäischen Nachbarland. Fassungslos sieht man die Bilder im Fernsehen, liest Reportagen in den Zeitungen, hört im Radio berührende Interviews. Corona ist dazu Dauermelodie mit Höhen und Tiefen und scheint sich als Grundton in das Leben einzuweben. Das Aufatmen wird zum Seufzer, wir lechzen nach Leichtigkeit und Unbeschwertheit.
Die Musik schenkt hier nicht nur Trost, sie will auch Brückenbauen und Solidarität vermitteln. Sie erzählt von einer anderen Welt, die nicht sichtbar, dennoch hör- und fühlbar wird. Das gibt Zuversicht. Gerne denke ich auch an einen Ausstellungsbesuch im Bischofshof zurück: Die Künstlerin Elisabeth Plank widmet sich in ihren großformatigen Arbeiten zarten Gewächsen, die als Lilien erkennbar sind. Da drängt sich das Bibelwort auf: „Was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen ...“ Die Sorglosigkeit, die nicht aus der Gleichgültigkeit kommt, sondern aus der Hoffnung, dass wir getragen sind, nehme ich als Bild in den Alltag mit: Seid wie die Lilien ...
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