BRIEF_KASTEN
Meine Erfahrung beim Palmbuschen-Verkauf letztes Jahr:
9 von 10 Käufer/innen fragen „Sind die geweiht?“.
Am Anfang versuchte ich – als aufgeklärte Theologin – noch zu erläutern, dass es 1. nicht um Weihe, sondern um Segen geht und 2. dass das Segnen eines Palmbuschens ja sowieso jede/r machen kann und es dazu weder eine Kirche noch einen Priester braucht.
Meine Aufklärungsversuche schränkte ich nach kurzer Zeit ein – sie waren 9 von 10 Palmbuschen-Begeisterten schlicht egal. Sie freuten sich einfach über die geweihten vulgo gesegneten Palmbuschen und erzählten begeistert, wem sie denn das zweite oder dritte erworbene Exemplar schenken werden. Bereichernde Gespräche entstanden.
Abends folgte noch eine weitere Überraschung: Ich schenkte – etwas zögerlich – einem guten Freund, der sich als Atheist versteht, einen Palmbuschen. Er freute sich sehr und erklärte mir, dass dieser auf den Dachboden kommt, damit kein Blitz einschlägt. Die skeptischen Rückfragen der aufgeklärten Theologin konnten nichts an seiner festen Überzeugung ändern.
Es ist schon echt magisch mit diesen Palmbuschen.
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