BRIEF_KASTEN
Am Wiener Stephansplatz geht fast immer der Wind. Auch am vierten Adventsonntag zog es kräftig. Viele Einkaufslustige waren dennoch in der Stadt unterwegs. Viele waren es zwar – aber nicht genug, um aus dem Einkaufssonntag ein Erfolgsprojekt für die Zukunft zu machen.
Dasselbe galt für andere Städte in Österreich, egal, ob das Wetter zu schlecht oder zu gut war zum Einkaufen. Ein Glück für den freien Sonntag. Damit ist die Diskussion darüber zwar nicht beendet, aber es sieht so aus, als wäre der Ausnahme-Einkaufssonntag ein geheimer Botschafter für den freien Sonntag geworden.
Nach Geschäftsschluss füllte sich die Ringstraße mit anderen Botschaftern und Botschafterinnen. 30.000 Menschen in Wien und viele mehr zwischen Neusiedler See und Bodensee zeigten, dass Schweigen Gold sein kann.
Das Lichtermeer war ausdrücklich nicht als Gegendemonstration zu den Anti-Corona-Demos angekündigt. Unaufgeregt, fast könnte man sagen: andächtig, standen die Menschen beisammen und gedachten der Opfer der Pandemie und dankten den für die Gesundheit Sorgenden, ohne Polemik, ohne Parolen. Möge die noble Haltung um sich greifen und viele anstecken.
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