BRIEF_KASTEN
Die pensionierte Lehrerin und Ordensfrau aus Tirol setzt sich seit vielen Jahren in Kärnten für den Schutz von Geflüchteten ein. Unter anderem half sie mit, den Skandal rund um die Saualm-Unterbringung von Asylsuchenden aufzudecken, und sie stellte sich Jörg Haiders rassistischer „Kärnten wird tschetschenenfrei“-Kam-pagne entschlossen entgegen.
„Sie hat überall dort hingeschaut und geholfen, wo andere weggeschaut haben“, begründet Alexander Pollak, Sprecher des Vereins SOS Mitmensch, die Auszeichnung für die Wernberger Missionsschwester. „Dabei hat sie einer populistischen und teilweise auch offen rassistischen Politik immer wieder mutig und unerschrocken die Stirn geboten. Ihre konsequente Menschlichkeit und ihr großer Mut sind beeindruckend. Anstatt Menschen nach Herkunft oder Religion zu spalten und auseinanderzudividieren, wie es Teile der Politik tun, hat sie Brücken gebaut und sich intensiv für interreligiösen Dialog eingesetzt. Es braucht mehr Menschen wie sie im Land“, betont Pollak.
Außerdem ging der Ute-Bock-Preis auch an die Schülerin Tierra Rigby und den Schüler Theo Haas aus Wien, die im Jänner alle Hebel in Bewegung setzten, um auf die Abschiebung ihrer Mitschüler/innen Sona und Tina hinzuweisen. Der Ute-Bock-Preis für Zivilcourage wurde am 5. Mai in einer Online-Zeremonie übergeben und ist heuer mit insgesamt 4.000 Euro dotiert. Der Verein SOS Mitmensch rief den Preis 1999 ins Leben, um Personen mit überdurchschnittlicher Zivilcourage auszuzeichnen.
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