BRIEF_KASTEN
Zwar nimmt die Beschäftigung von Frauen 60+ zu, aber auch die Arbeitslosigkeit. Im März 2026 waren österreichweit 4.670 Frauen im Alter von 60 Jahren arbeitslos – rund dreieinhalbmal so viele wie Anfang 2024. In Oberösterreich stieg die Arbeitslosigkeit bei über 60-Jährigen um 14,2 Prozent, während sie in anderen Altersgruppen stagnierte oder sank.
Die Anhebung des Pensionsalters heißt nicht automatisch mehr Jobs – sondern vor allem mehr Risiko für die Einzelne, im Alter ohne Arbeit dazustehen. Dabei betrifft die damit beförderte Altersarmut sowieso Frauen überdurchschnittlich stark. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit, haben Erwerbsunterbrechungen durch Care-Arbeit und erzielen niedrigere Einkommen. Während politisch vom „längeren Arbeiten“ gesprochen wird, bleibt praktisch offen, wo diese Arbeit überhaupt stattfinden soll.
Ohne echte altersgerechte Beschäftigungspolitik wird die Reform zur Verschiebung in die Arbeitslosigkeit – und die zentrale Frage zum Tag der Arbeitslosen am 30. April bleibt: Wo sind die passenden Jobs für ältere Frauen?
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