BRIEF_KASTEN
Rita von Cascia (geboren um 1380, gestorben 1457) gehört zu den Heiligen, deren Leben schwer und von vielen leidvollen Erfahrungen geprägt war, die aber dennoch stets auf Gott vertrauten und nie die Hoffnung sinken ließen. Sie wird mit Rosen in Verbindung gebracht und gilt als Helferin in ausweglosen Situationen.
Zum Leben: Ritas Eltern hatten sich über den Willen ihrer Tochter hinweggesetzt und sie zur Heirat gezwungen, um zu verhindern, dass Rita in ein Kloster eintrat.
Rita liebte ihren Gatten nicht, und die 18-jährige Ehe bedeutete für sie eine Zeit schwerer Prüfungen. Ihr Gatte war überaus roh und gewalttätig. Zwei Söhne brachte Rita zur Welt – beide hatten das hitzige Temperament des Vaters geerbt.
Ritas Geduld und Sanftmut sowie die Kraft ihres Gebets führten dazu, dass ihr anfangs so roher Ehemann sich nach und nach änderte.
Als sich alles zum Guten zu wenden schien, fiel ihr Gatte einem Mordanschlag zum Opfer, auch beide Söhne starben kurz nacheinander. Als Rita ihre Familie verloren hatte, wurde in ihr erneut die Sehnsucht nach dem Ordensleben wach.
Sie ging nach Cascia und bat um Aufnahme ins Koster der Augustiner-Eremitinnen. Eine Reihe von Jahren war Rita noch als Ordensfrau vergönnt. Sie widmete sich intensiv der Betrachtung der Passion Christi.
15 Jahre vor ihrem Tod empfing sie ein Stigma von der Dornenkrone auf der Stirn. Die Wunde, die dabei entstand, sollte sich bis zu ihrem Tod am 22. Mai 1457 nicht mehr schließen.
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