BRIEF_KASTEN
Die 50-jährige Muslimin ist die erste Frau an der Spitze von „Religions for Peace“. Die Nichtregierungsorganisation mit Sitz in New York hat die „Förderung gemeinsamer Aktionen der Glaubensgemeinschaften weltweit zur Stärkung des Friedens“ zum Ziel. Sie ist nach eigenen Angaben die größte Allianz religiöser Gemeinschaften der Welt. Am Bodensee hielt sie ihre Weltversammlung ab und rief zu mehr Schutz für Arme, Flüchtlinge, Frauen, Jugend, Umwelt und religiöse Stätten auf.
Karam arbeitet beim UN-Bevölkerungsfonds und führt auch die UN-Arbeitsgruppe für Religion und Entwicklung. Daneben ist sie Professorin für Religion und Entwicklung an der Vrije Universiteit in Amsterdam. Als Forscherin hat sie sich mit Themen wie Entwicklungszusammenarbeit und Religion oder Demokratisierung in arabischen Staaten auseinandergesetzt. In ihrer Arbeit bei den Vereinten Nationen hat sich Karam für eine stärkere Einbindung und Beachtung von Religionen engagiert und betont, dass man Glaubensgemeinschaften nicht über einen Kamm scheren kann. In einem Interview sagte sie einmal: „Die Werte der Vereinten Nationen, allen voran die universelle Menschenrechtserklärung, gründen auf dem Besten, was Religionen zu sagen haben.“
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