BRIEF_KASTEN
Das hängt nämlich auch davon ab, ob am Ende des weltweiten Prozesses tatsächlich nicht nur Mitsprache, sondern auch Mitentscheidung für alle Kirchenmitglieder bei weltkirchlichen Fragen möglich ist. Dass manch einer bzw. manch eine die synodalen Prozesse mit Skepsis beobachtet, kann man angesichts österreichischer Erfahrungen mit Reformvorstellungen niemandem verdenken.
Nur zwei konkrete Beispiele: So war eine „Mitentscheidung bei der Bischofsauswahl“ bereits ein Thema beim „Kirchenvolksbegehren“ vor 31 Jahren. Ein Ende der Zölibatsverpflichtung für Priester forderte die Linzer Diözesansynode vor 53 Jahren. Natürlich kann man vor Ort schauen, wie viel Synodalität trotz allem möglich ist. Deshalb macht ein Nachdenken darüber Sinn. Aber es braucht auf weltkirchlicher Ebene die Bereitschaft zu echter Reform, damit die Kirche aus der Beschäftigung mit sich selbst herauskommt.
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