BRIEF_KASTEN
Es scheint eine gesellschaftliche Übereinkunft zu sein: Wenn die Kinder wieder in den Klassen sitzen, können sie nicht mehr in Freibäder gehen – unabhängig vom Wetter und den Wassertemperaturen.
Für Kinder und Schüler:innen liegt auf der Hand, dass ihnen die Eltern ohnehin nicht mehr den Besuch des Freibads erlauben. Die Gefahr ist viel zu groß, dass man sich verkühlt, gleich zu Schulbeginn krank im Bett liegen muss und Wichtiges versäumt. Die Plage des Nachschreibens und Nachlernens kommt während des Jahres noch oft genug, sodass man das nicht provozieren muss, vor allem nicht bei zweifelhaftem Badewetter, wie es im September schon sein kann.
Aber was ist mit den Erwachsenen, vor allem wenn sie einen eigenen Pool oder Teich im Garten haben? Wie lange nutzen sie diesen?
Bis die Wassertemperatur unter 20 Grad sinkt oder doch erst unter 17 Grad? An der Wärme oder Kälte des Wassers liegt es eher nicht, mehr doch an gesellschaftlichen Konventionen. Denn an der Ostsee geht man auch bei 17 bis 20 Grad ohne Zögern ins Wasser. Da kennt man es gar nicht anders.
Wer Spaß am Schwimmen hat, der schaut am besten nicht aufs Thermometer, hüpft ins kühle Nass und genießt auch noch in den ersten Wochen des Herbstes.
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